Bike & Hike von Garmisch auf den Fricken
◉ Start/Ende: Parkplatz Wankbahn in Garmisch-Partenkirchen
↔ Distanz: 17,5 km (10 km Bike / 7,5 km Wanderung)
⇗ Höhenmeter: 1.160 Hm (550 Hm Bike / 610 Hm zu Fuß)
⏱ Dauer: ca. 6 h (1,5 h mit dem E-Bike / 4,5 h Gehzeit)
◈ Schwierigkeit: Bike: S0 / Hike: T2 (einige hohe Felsstufen seilversichert)
〰 Untergrund (Bike): 90 % Forstwege, 10 % Nebenstraßen
↯ E-MTB: min. 625 Wh empfohlen / sehr gut fahrbar, ideal für die teils steile Auffahrt am Wank
⌂ Einkehr: Esterbergalm (Mi Ruhetag)
☼ Beste Jahreszeit: Mai bis Oktober
▤ Karte: ATK25/S09
⭳ GPS-Track: Download Bike Download Hike / Rückweg wie Hinweg
Die Wanderung ist eine Rundtour. Über Waldpfade, durch schrofiges Gelände und Latschen arbeitet man sich bis zum Gipfel des Fricken vor. Es folgt eine Gratwanderung Richtung Bischof bis zur Wegkreuzung mit dem Oberausteig. Über Grasflächen und Schotterfelder geht es entlang der Ostflanke des Fricken zurück zum Bike-Abstellplatz und von dort mit dem Bike wieder hinunter nach Garmisch-Partenkirchen.
Tipp: Einkehr auf der idyllisch gelegenen Esterbergalm, die nur ein paar Minuten vom Bike-Parkplatz entfernt liegt.
Bike
Die Tour startet auf dem Parkplatz der Wankbahn-Talstation. Sie beginnt in moderater Steigung, sodass man sich erst einmal warmradeln kann. Steile Stellen auf der 5 Kilometer langen Auffahrt sind asphaltiert, der erste Stich erwartet einen nach 2 Kilometern kurz vor der Daxkapelle. Im letzten Drittel sind bis zu 26 Prozent Steigung zu bewältigen. Auf dem Sattel zwischen Ameisberg und Fricken auf knapp 1.300 Metern Höhe angekommen, trifft man nach kurzer Fahrt an einem Felsen auf den Einstieg des Wanderwegs zum Fricken. Das Bike lässt sich gut auf der anderen Seite des Forstwegs an einem Baum abstellen.
Hike
Tipp: Genug zu trinken mitnehmen. Auf dem Weg durch die Latschen und auf dem Grat kann es sehr heiß werden. Unterwegs gibt es keine Einkehrmöglichkeit.
Der Weg zum Fricken ist nicht ausgeschildert, man folgt also erst einmal dem Wegweiser Richtung Bischof, Weilheimer Hütte und Krottenkopf. Durch einen Dreieckdurchgang passiert man den Weidezaun. Die Wiese gehört zum Almgebiet der nahegelegenen Esterbergalm. Im Sommer grasen hier Kühe und beobachten gleichmütig das Kommen und Gehen der Wanderer, die hauptsächlich von der Weilheimer Hütte kommen oder dorthin unterwegs sind.
Der Trampelpfad verschwindet nach wenigen Metern im Wald, wo einem sofort klar wird, warum der Nachbarberg “Ameisberg” heißt. Ameisenhügel in teils beeindruckender Größe säumen den Weg.
Hier waren überall Ameisen am Werk.
Auf dem Waldpfad geht es in sanfter Steigung bergauf. Nach einem guten Kilometer zweigt der Weg zum Fricken als Haarnadelkurve vom Hauptweg ab. Kann man leicht verpassen, da es keine offizielle Beschilderung für den Weg auf den Fricken gibt. Nach einem flacheren Stück über eine Lichtung wird der Weg wieder steiler und nach einem Rechtsknick schrofig. Der Wald geht mehr und mehr in Latschenbewuchs über. Der Weg ist gut begehbar, nur die Hitze zehrt an den Kräften. An (wenigen) steilen Stellen tut man sich leichter, wenn man die Hände zu Hilfe nimmt. In Gipfelnähe dünnen die Latschen immer mehr aus. Linkerhand tun sich nun tolle Blicke ins Loisach- und ins Ammertal auf.
Hoher Fricken
Nach rund 600 Höhenmetern steht man auf dem Gipfel des 1.940 Meter hohen Fricken, wo einen ein traumhafter Panoramablick über Wetterstein- und Ammergebirge und über das gesamte Estergebirge bis zum Karwendel erwartet.
Gratwanderung Richtung Bischof
Über den Grat des Fricken geht es weiter Richtung Bischof, den nordöstlichen Nachbarn. Der Weg ist links und rechts von Latschen gesäumt, sodass ihn auch Menschen, die sich auf Gratwanderungen nicht so wohl fühlen, ohne Bauchgrummeln gehen können. Über viele kleinere und größere Stufen trifft man nach 160 Tiefenmetern in der Senke zwischen Fricken und Bischof auf ein Wegkreuz. Das ist der Wendepunkt der Tour. Von links kommt der Oberausteig herauf, geradeaus geht es auf den Bischof. Der Wegweiser nach rechts zeigt die Richtung unserer Route Richtung Esterbergalm an.
Nach ein paar Serpentinen bergab wird der Weg flacher. Zunächst noch oberhalb der Baumgrenze quert man die Ausläufer von Steinschlägen aus der Gipfelregion des Fricken und bewegt sich über die Ostflanke des Bergs langsam wieder in bewaldete Zonen.
Nach 6 Kilometern und etwa 4 Stunden Gehzeit kommt man an der Abzweigung des Wegs vorbei, den man auf dem Hinweg zum Fricken genommen hat. Der Rest der Strecke bis zum Bike-Abstellplatz ist der vom Hinweg bekannte Waldweg.
Wieder auf dem Bike sollte man sich nicht vorschnell bergab zum Ausgangspunkt der Tour an der Wankbahn aufmachen, sondern auf die innere durstige Stimme hören und in die entgegengesetzte Richtung das kurze Stück zur Esterbergalm radeln. Auf der Sonnenterrasse der traditionsreichen Alm sitzt man total gemütlich und kann regionale Spezialitäten genießen. Bikerinnen und Biker sind ausdrücklich willkommen.