Hausberg-Runde von Garmisch zum Kreuzeckhaus
◉ Start/Ende: Parkplatz Alpspitzbad in der Klammstraße in Garmisch-Partenkirchen
↔ Distanz: 27 km
⇗ Höhenmeter: 950 Hm
⏱ Fahrzeit: 2,15 h (E-MTB) / ca. 4 h (Bio)
◈ Schwierigkeit: Kondition: mittel / Technik: S0–S1 (vor dem Tröglhang 2 steile Rampen), Weg am Kochelberg mit Treppenabfahrt S2
〰 Untergrund: 80 % Forstwege, 12 % Radwege/Nebenstraßen (Asphalt), 8 % Bergwege
↯ E-MTB: min. 625 Wh empfohlen / ideal für die 11 km lange Auffahrt
⌂ Einkehr: Kreuzeckhaus, Kreuzalm, Tonihütte (Montag, Dienstag Ruhetag), Partnachalm (Donnerstag Ruhetag), Kochelbergalm (Dienstag und Freitag Ruhetag)
☼ Beste Jahreszeit: Mai bis Oktober (im Frühling Restschneefelder möglich)
▤ Karte: ATK25/S09
⭳ GPS-Track: Download
Der besondere Reiz dieser Tour liegt im hochalpinen Panorama auf dem Kreuzeck-Plateau. Dafür muss man allerdings erst einmal 950 Höhenmeter die Nordflanke des Hausbergs hinaufkurbeln.
Abgesehen von zwei kurzen Rampen vor dem Tröglhang bietet die Auffahrt keine technischen Schwierigkeiten, man fährt auf Forstwegen und breiten Wanderwegen. Zurück geht es über das Plateau von Garmisch Classic, ein Stück hinunter ins Reintal und über den Hohen Weg und eine kleine Traileinlage am Kochelberg zurück nach Garmisch-Partenkirchen.
Entlang der Strecke gibt es eine große Zahl an Einkehrmöglichkeiten, die während der Liftbetriebszeiten von Mitte Mai bis Ende Oktober durstige und hungrige Menschen bewirten.
Los gehts
Start ist am Parkplatz Alpspitzbad in der Klammstraße in Garmisch-Partenkirchen. Die ersten Meter bis zu den Bahngleisen legt man auf dem Fahrradweg am Laingraben zurück. Die Lok der Zugspitzbahn macht sich mit einem unverwechselbaren Rattern und Pfeifen bemerkbar, wenn sie sich dem Bahnübergang nähert. Der Anblick der blau-weißen Waggons löst nicht nur bei Eisenbahnfans nostalgische Gefühle aus.
Nach Überquerung der Bahngleise hält man sich rechts und radelt auf einem breiten Asphaltweg entlang großzügiger Wiesenflächen Richtung Hammersbach. Nach 2 Kilometern mündet der Radweg in die Kreuzeckbahnstraße, von der man nach wenigen Metern links auf den Wanderweg zur Aulealm abbiegt. Der tolle Blick auf Alpspitze, Jubiläumsgrat und Waxensteine gibt einen zusätzlichen Motivationsschub.
Blick auf Alpspitze, Jubiläumsgrat und Waxensteine
Die nächste Landmarke kurz nach der Aulealm ist das Bobmuseum. In dem ehemaligen Bobschuppen der historischen Olympia-Bobbahn Rießersee sind Schlitten und andere Erinnerungsstücke aus der goldenen Zeit des Bobsports in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ausgestellt.
Der breite Forstweg ab dem Bobmuseum wird immer steiler und nach einer Rechtskurve richtig steil. Achtung unter der Woche: Wenn auf dem Hausbergplateau gebaut wird, läuft der Baustellenverkehr über diese Forststraße.
Ab der Tonihütte (Rießerkopfhütte) wird die Steigung moderat. Der Berggasthof liegt auf 1.100 Metern im Rießer Moos, sehr einladend an einem Naturteich.
Die nächsten 2 Kilometer bis zur Talstation des Kandahar-Express verlaufen durch dichten Wald. Ein paar Minuten später macht der Weg einen Schnitt durch die Kandahar-Piste. Über die legendäre Abfahrt hinweg hat man freien Blick auf den Garmischer Talkessel auf auf die Kramergruppe.
Blick über die Kandahar-Abfahrt und den Garmischer Talkessel auf den in Wolken gehüllten Kramer
Garmisch Classic
Ein Stück weiter oben kreuzt man die Kandahar noch einmal, bevor man auf 1.350 Metern Höhe am Rimmlermoos auf dem Plateau des Skigebiets von Garmisch Classic herauskommt. Hier nicht weiter geradeaus zum Bayernhaus, sondern rechts auf die steile Rampe Richtung Kreuzeck abbiegen. Auf losem Schotter muss man sich nun drei kurzen Steilstücken mit bis zu 15 % Steigung stellen. Nach der großen Pistenkreuzung bei der Tröglhütte wird es flacher.
Noch eine Rechtskurve dann gähnt der Trögltunnel vor einem auf. Während man noch überlegt, die Sonnenbrille doch besser abzunehmen, ist man auch schon durch die Röhre hindurch. Den Weg bis zum Plateau unterhalb des Kreuzjochs legt man auf einem schattigen, mäßig steilen Ziehweg zurück. Das 1.720 Meter hohe Kreuzjoch kennt wahrscheinlich jeder, der sich für alpine Skirennen interessiert. Etwas unterhalb des Gipfels steht das Starthäuschen für die Weltcuprennen auf der Kandahar. Der Berg ist außerdem Namenspatron der beiden bekannten Hütten auf dem Plateau.
Die erste auf der Strecke ist die Kreuzalm (1.600 m). Auf der großen Sonnenterrasse hat man einen exklusiven Blick auf die Alpspitze. Zu besonderen Anlässen spielen MusikerInnen aus der Region auf, was sehr gut zur Bergkulisse passt.
Kreuzalm
Das Ziel der hier beschriebenen Tour ist das nur ein paar Radminuten entfernte Kreuzeckhaus (1.650 m), eine DAV-Schutzhütte. Das Kreuzeckhaus ist eine beliebte Übernachtungsmöglichkeit, wenn man die Alpspitz Ferrata machen möchte. Auf der Terrasse fühlt man sich der Alpspitze, dem Wahrzeichen von Garmisch-Partenkirchen, sehr nah. Nach 950 Höhenmetern in den Beinen wirft man gern einen Blick in die Speisekarte. Empfehlenswert sind die Suppen und Kuchen und natürlich der Germknödel, den es allerdings hauptsächlich im Winter gibt.
Kreuzeckhaus, rechts die Bergstation der Kreuzeckbahn
Rückweg
Die ersten 2 Kilometer zurück verlaufen auf derselben Strecke wie die Hinfahrt. Beim Wegkreuz am Rimmlermoos hält man sich rechts und folgt dem Weg Richtung Bayernhaus. Am Trögllift vorbei rollt man auf das Herzstück des Garmisch-Classic-Skigebiets zu, das Liftkreuz rund um Garmischer Haus und Drehmöser 9, die beide nur im Winter geöffnet sind. Kurz vor der Talstation des Kreuzwankllifts biegt man rechts auf den Weg ins Reintal ab. Nach 4 Kilometern flotter Abfahrt auf einem breiten Forstweg nicht die Abzweigung auf den scharf links abgehenden Hohen Weg verpassen! Der Hohe Weg führt oberhalb vom Partnachtal talauswärts nach Garmisch-Partenkirchen. Er ist für MountainbikerInnen die direkte Verbindung zwischen dem Ort und dem Reintal. Die Partnachklamm unten in der Schlucht ist nur Wanderern zugänglich.
Der Hohe Weg ist teilweise asphaltiert. Schon bald passiert man die Partnachalm, die nicht die letzte Einkehrmöglichkeit auf der Tour ist. Weiter geht es steil bergab auf Asphalt. Nach knapp einem Kilometer zweigt ein unscheinbarer Pfad von der Straße ab (Vorsicht Wanderer), der in den Wald führt und auf dem ein wenig Trailfeeling aufkommt inklusive Treppenabfahrt in die Schlucht, die man aber auch gut schiebend bewältigen kann.
Partnachalm
In der Nähe der Kochelbergalm, die malerisch an einem kleinen See liegt, kommt man aus dem Wald heraus. Ab hier folgt man dem Hauptweg bergab, hält am Ortsrand von Garmisch-Partenkirchen in einer langen Geraden direkt auf den Bahnübergang vom Hinweg zu und lässt es die letzten Meter bis zum Ausgangspunkt der Tour ausrollen.